Galerien

Leo-(2012)Aktuelle Arbeiten

Ja, es sind Fotos: Die manchem Betrachter malerisch anmutende Ästhetik meiner Bilder entsteht nicht durch Manipulation, sondern durch die kreative Offenheit des Blicks. Diese Fotografien entstehen aus Neugier auf ihre Objekte – in respektvoller Annäherung und präziser Komposition. Insofern bin ich als Fotograf weniger Regisseur als Entdecker, der die Schönheit im Beiläufigen erforscht, bevor ihr Material seine Wandlung fortsetzt.
Die neuen Fotografien des Jahres 2012 verfolgen das Konzept der „Transformationen“ und der „Absichtslosen Gemälde“ weiter.
 

 
Absichtslose Gemälde

Der Ursprung der abstrakten Kompositionen dieser Serie ist das Nebenprodukt handfester menschlicher Arbeit etwa in Werkstätten oder auf Bootswerften. Nicht ziellos, aber beiläufig erschaffen, zeigt sich in ihren Farben und Materialien menschliche Energie, die über ihr Ziel hinausgeschossen ist, gebrochen wie ein Lichtstrahl in einer Scherbe. Die Interpretation ihrer unreflektierten Ästhetik mittels der Fotografie ist eine Arbeit, die archäologische Behutsamkeit mit künstlerischer Neugier kombiniert: Denn die Kunst besteht hier auch im Respekt vor der Anmut des Absichtslosen.

 

Das-Laecheln-(2009)Transformationen

So wie sich eines Menschen Mimik entspannt, wenn er sich unbeobachtet glaubt, scheinen sich auch Dinge und Orte zu verändern, wenn kein menschlicher Blick mehr über sie wacht. Einmal aufgegeben und nicht länger in Schach gehalten von der ihnen zugedachten Funktion, werden von Menschen erschaffene Strukturen von anderen Kräften entgrenzt und verändert. Diese mitunter verstörende Übernahme versuche ich einzufangen – als Schöpfung eigener Gesetzmäßigkeit: Auch wenn sich deren Ziel unserem Vorstellungsvermögen entzieht, ist der Zerfall kein Fall ins Bodenlose.