Galerien

Übergang-(2015)Quadratwurzeln

Unsere Sinne nehmen nur Ausschnitte der Welt wahr. Das macht mich neugierig: Was geschieht dort, wo unsere Augen zu schnell, unsere Ohren zu voll sind? Allmählicher Wandel ist ebenso schwer zu fassen wie Wind: Wir können seine Auswirkung beobachten, aber nicht die Bewegung selbst.
Das neue Format erlaubt eine neue Perspektive auf vertraute Sujets. Für die Motive auch dieser Bilder gilt: Sie sind Menschenwerk, doch nicht von uns ersonnen noch kontrolliert. Sie sind flüchtiger als Phantasien und wahr wie Träume.

 

Absichtslose Gemälde

Der Ursprung der abstrakten Kompositionen dieser Serie ist häufig ein ungeahntes Nebenprodukt handfester menschlicher Arbeit – etwa in Werkstätten oder auf Bootswerften. Nicht ziellos, aber beiläufig erschaffen, zeigt sich in ihren Farben und Materialien menschliche Energie, die über ihr Ziel hinausgeschossen ist, gebrochen wie ein Lichtstrahl in einer Scherbe. Diese Fotos zeigen Bilder ohne Richtung, aber nicht ohne Kraft, ohne Ambition, aber voller Poesie.

 

Das-Laecheln-(2009)Transformationen

So wie sich eines Menschen Mimik entspannt, wenn er sich unbeobachtet glaubt, scheinen sich auch Dinge und Orte zu verändern, wenn kein menschlicher Blick mehr über sie wacht. Einmal aufgegeben und nicht länger in Schach gehalten von der ihnen zugedachten Funktion, werden von Menschen erschaffene Strukturen von anderen Kräften entgrenzt und verändert. Diese mitunter verstörende Übernahme fasse ich auf als Schöpfung eigener Gesetzmäßigkeit: Auch wenn sich deren Ziel unserem Vorstellungsvermögen entzieht, ist der Zerfall kein Fall ins Bodenlose.